- Was versteht man unter Planung und Controlling?
- Ist Planung und Controlling nur etwas für „Große“?
- Wie führt man Controlling ein?
Was versteht man unter Planung und Controlling?
Controlling ist ein Instrument zur Führung eines Unternehmens.
Der Begriff geht zurück auf das englische to control ("steuern",
"lenken").
Neben der Steuerung sind Planung und Kontrolle die Hauptaufgaben des
Controlling.
Das Controlling stellt dem Unternehmer Zahlen zur Verfügung; damit sollen
Probleme frühzeitig erkannt und somit schon im Ansatz umgangen
werden.
Controlling befasst sich mit den möglichen zukünftigen Entwicklungen des
Unternehmens. Eine Hauptaufgabe des Controllers ist es, alle Abläufe und
wesentlichen Probleme des Unternehmens zu kennen.
In Zusammenarbeit mit allen Bereichen sollen mit Hilfe des Controlling
Unternehmensziele formuliert werden. Ein solches Unternehmensziel wäre
beispielsweise, den Umsatz im folgenden Jahr um 5 % zu erhöhen.
Planung bedeutet die Definition der Unternehmensziele, operative Planung
für Ergebnis und Liquidität sowie strategische Planung zur
Existenzsicherung.
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Ist Planung und Controlling nur etwas für „Große“?
Controlling ist der laufende Abgleich zwischen Soll und Ist und diesen
Abgleich brauchen Unternehmen aller Größen, vom Ein-Personen-Unternehmen
bis zum Konzern. Natürlich unterscheiden sich Instrumente und
Größenordnungen, das Grundprinzip ist jedoch allgemeingültig.
Selbst das kleinste Unternehmen braucht ein Mindestmaß an Zielgrößen wie
z. B. Umsatz, Kosten, Liquiditätssicherung, Anzahl von Kunden. Selbst
kleine DienstleisterInnen müssen sich die Frage stellen, welche ihrer
Leistungen die beste Ertragskraft hat und bei welchen Aufträgen außer
Spesen nichts gewesen ist.
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Wie führt man Controlling ein?
Die Antwort auf diese Frage hängt vom jeweiligen Entwicklungsstand der
Buchhaltung ab, da sich der Controlling-Gedanke meistens als
Weiterentwicklung der Finanzbuchhaltung ergibt. Außerdem beeinflussen der
Entwicklungsstand der Organisation sowie spezielle Wünsche des Managements
die jeweilige Vorgehensweise.
Häufig bieten sich aber folgende Reihenfolge für die Entwicklung bzw.
Einführung eines Controlling-Systems an:
- Einführung einer Vorschau-Rechung mit den Zahlen der Finanzbuchhaltung. Der "Minimalst-Ansatz" wäre beispielsweise die Umsatzsteuervoranmeldung als interne Vorschau-Rechnung/Planung über einen Zeitraum von 6 - 12 Monaten betrieben.
- Einführung einer aussagefähigen Kostenrechnung / Deckungsbeitragsrechnung. In jedem Fall sollte sie weitgehend auf eine Schlüsselung von fixen Kosten verzichten und auf Artikelebene eine für die Praxis genügend genaue Differenzierung der "variablen" Kosten ermöglichen, damit eine Deckungsbeitragsrechnung als "Gewinn-Management-System" für die Beurteilung von Produkten, Kunden und Regionen betrieben werden kann.
- Kontinuierliche Verbesserung des Controlling-Systems und Überprüfung
der Relevanz neuer Fragestellungen aus dem internen wie auch externen
Bereich für das Controlling-System.
Dieser gesamte Prozess ist durch interne Überzeugungs- und Marketingarbeit (Seminare, Schulungen und Vorträge vor den eigenen Managern und Mitarbeitern) zu unterstützen. Dabei hat der Controller eine Vorbild-Funktion in eigener Sache bei der Handhabung von Budgets und Forecasts.
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